lipi hat geschrieben:Liebe Sonne,
hochinteressiert habe ich von deinen Werten gelesen. Spitzt du Insulin?
Die linke Niere mit dem bösartigen Tumor ist am 16. 06. entfernt worden und es geht mir wieder gut, nur
ich kann mich nicht entschließen mich für MB anzumelden. Allein schaffe ich es nicht kh-reduziert zu essen.
Also, ich brauche etwas seelische Unterstützung, wobei mich nicht unbedingt das Abnehmen interessiert.
Bin gespannt!
Viele Grüße
lipi (Gisela)
Liebe Gisela,
nun hast Du hier bereits so viel kundige Unterstützung bekommen, dass ich nur noch von mir erzählen werde.
Doch zunächst: es freut mich sehr, dass Du die OP gut überstanden hast und auf dem Weg der Genesung bist!
Zu Deiner Frage: ich habe 2007-2008 so schlechte Werte gehabt (totale Entgleisung, aufgrund von nicht abstellbarem privaten Stress), dass ich kurzfristig Insulin spritzen mußte. Das gefiel mir gar nicht, und ich habe es geschafft*, aus der Insulinspritzen-Zone wieder heraus zu kommen.
* Wenn Du meine Beiträge hier verfolgt hast, weißt Du, dass ich das Buch von Dr. Bernstein seit Jahren an meiner Seite habe. Eine große Hilfe.
2009 wurden die Werte also (schon ohne Spritzen) besser, doch noch nicht gut genug (für mich). Ich war frustriert, weil mir das Abnehmen nicht gelingen wollte; und ich wußte, dass ich, obgleich low carb, doch noch zu viel und auch zu oft aß. Das war nicht gut... ich sehnte mich danach, mich mit Hilfe eines konkreten Planes zu disziplinieren.
Zu der Zeit in etwa habe ich vom MB gehört und mir die Adresse einer MB-Ärztin in meiner Nähe ausgesucht. Doch die Adresse blieb auf meinem Schreibtisch, noch bis Anfang 2010. Erst im Februar, glaube ich, habe ich mich bei ihr angemeldet - und fing am 18. März an, mich nach dem dem MB-Plan zu ernähren.
Die Fortsetzung kennst Du ja: ich bekam meine ersehnte Disziplinierung mittels Waage in der Küche, mit der ich meine drei Mahlzeiten genauesten nach Plan abwog, ich aß nur noch dreimal am Tag, ich stellte fest, dass ich kein Hunger zwischendurch spürte, mir ging es energetisch richtig gut, ich nahm ab,
die täglich gemessenen BZ-Werte wurde rasant besser... Kurz gesagt: es war wirklich gar nicht schwer bei MB zu bleiben; im Gegenteil, ich fand es von vornerein leicht und ganz natürlich.
Es paßt, wie man so sagt.
Und das Schönste: ich empfinde es immer noch so! Ich will wirklich weiterhin mit MB leben, auch wenn ich inzwischen den Plan gelockert habe (was man ja auch darf). Doch meine superenge, schöne, neue Hose in Größe 38 ziehe ich zur Kontrolle jeden Tag kurz an! So kenne ich mich von früher gar nicht.
Es ist so, als hätte mich nach 10 Jahren mit manifestem Diabetes endlich der Ehrgeiz gepackt, Herrin über meine Krankheit zu werden - und dies auch zu bleiben!
Jeder Fall ist anders, jeder Mensch ist anders, jede Situation ist anders, liebe Gisela. Ich kann Dich nur in Deinem Entschluss bekräftigen, die Sache mit dem Diabetes selbst in die Hand zu nehmen!
Eigentlich haben wir ja Glück, dass wir mit dem Diabetes eine durch uns selbst beeinflussbare Krankheit bekommen haben. Packen wir es also an!
LG SOnne
Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. (Einstein)